Nichts zu holen für die AstroLadies Bochum bei starken WINGS Leverkusen
Die VfL VIACTIV-AstroLadies Bochum mussten am Sonntagabend eine deutliche Auswärtsniederlage hinnehmen. Beim bisher zuhause ungeschlagenen Team der WINGS Leverkusen unterlag das Team aus Bochum in der Werner-Heisenberg-Sporthalle mit 56:72 (7:19, 18:19, 16:21, 15:13) und steht damit nach sieben absolvierten Saisonspielen bei einer Bilanz von 3:4.
Zu Beginn der Partie musste Bochum auf mehrere Spielerinnen verzichten: Neben der langfristig verletzten Julia Martin fehlten auch Emma Morsbach, Melina Reich und Ricarda Kühn.
Schwacher Start kostet den Anschluss
Leverkusen erwischte den besseren Start und setzte die AstroLadies von Beginn an unter Druck. Bochum fand offensiv kaum Rhythmus, produzierte früh mehrere Ballverluste und erzielte bis zur neunten Minute nur einen einzigen Treffer – ein Dreier von Faith Dut, die zum 3:7 verkürzte. Während die Würfe der Gäste nicht fielen, nutzten die WINGS jede sich bietende Gelegenheit und führten nach dem ersten Viertel bereits 19:7.
Teamcaptain Lisa Kullik brachte die Schwierigkeiten der Anfangsphase nach dem Spiel treffend auf den Punkt: „Es wäre für uns heute mehr drin gewesen. Aber gerade im ersten Viertel haben wir sehr viele Fehler gemacht, die dann auch bestraft wurden.“
AstroLadies kämpfen, aber der Rückstand bleibt zu groß
Im zweiten Abschnitt steigerten sich die AstroLadies. Energische Aktionen von Cecelia Collins und Faith Dut brachten wichtige Punkte, und phasenweise gelang es, Leverkusens Offense ins Stocken zu bringen. Doch jede kleine Bochumer Annäherung wurde von den Gastgeberinnen umgehend beantwortet. Zur Halbzeit blieb der Rückstand bestehen – 38:25.
Kullik betonte zudem, dass das Team defensiv viele Aktionen gut löste, aber dennoch entscheidende Duelle verlor: „Defensiv haben wir es zwar oft gut gelöst, waren aber dann zu fahrlässig beim Rebound. Leverkusen hatte unfassbar viele Second-Chance-Points.“
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die AstroLadies konzentriert und mutig. Sie kamen zu besseren Abschlüssen, verteidigten enger und zeigten mehr Präsenz unter dem Korb. Doch Leverkusen blieb abgeklärt und setzte gerade in entscheidenden Momenten wichtige Treffer. Zwischenzeitlich führten die WINGS mit 22 Punkten und gingen mit 58:41 ins Schlussviertel.
Im letzten Abschnitt zeigten die AstroLadies Moral, entschieden das Viertel mit 15:13 für sich und setzten einige positive Akzente. Für eine echte Wende reichte es jedoch nicht mehr – dafür war der Rückstand aus dem ersten Viertel zu groß. „Wir haben offensiv erst spät in den Rhythmus gefunden und gegen so ein gutes Team dann nochmal zurückzukommen, soweit sind wir glaube ich noch nicht“, so Kullik. „In Summe war es zu wenig und die Niederlage ist dann auch in der Höhe in Ordnung.“
Statistik spiegelt Spielverlauf wider
Obwohl die AstroLadies das Reboundduell für sich entschieden und über große Strecken in der Zone mithielten, konnten sie den frühen Rückstand statistisch nicht kompensieren. Leverkusen traf 20 Freiwürfe, setzte zudem 9 Dreier und profitierte immer wieder von zweiten Chancen. Bochum verbuchte dagegen 13 Freiwürfe und nur 3 Treffer von außen. Dieser Unterschied spiegelte sich letztlich im Endergebnis wider. Zusätzlich erschwerten 20 Ballverluste das Bochumer Spiel und führten zu vielen einfachen Punkten für die Gastgeberinnen.
Top-Leistungen
Beste Scorerin der AstroLadies war Cecelia Collins mit 20 Punkten und 8 Rebounds, gefolgt von Faith Dut, die mit 15 Punkten, 8 Rebounds und 2 von 2 Dreiern eine starke Leistung zeigte. Der Rest des Teams punktete einstellig. Bei den WINGS prägten Amelie Kröner (17 Punkte), Natalie Villaflor (14 Punkte) und Tessa Brugler (13 Punkte, 11 Rebounds) die Partie.
Ausblick
Für die AstroLadies geht es am kommenden Sonntag, 30. November, um 17 Uhr in der Rundsporthalle Bochum weiter. Dann empfängt das Team die Bender Baskets Grünberg und hat die Chance, vor heimischem Publikum wieder auszugleichen und den Anschluss an die Playoffplätze zu halten.
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Text: Marco Baron | MCB Sport
Foto: Norbert Schulz

