AstroLadies überrollen Oberhausen – 86:35-Derbysieg in der Rundsporthalle
Die VfL VIACTIV-AstroLadies Bochum haben am 20. Spieltag der TOYOTA 2. Damen Basketball Bundesliga ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Gegen New Basket Oberhausen feierte das Team am Sonntag in der Rundsporthalle einen klaren 86:35-Erfolg (23:10, 28:8, 14:12, 21:5) und baute seine Siegesserie auf neun Spiele aus – Vereinsrekord in der 2. DBBL.
Die Anfangsphase war ein Statement. Mit aggressiver Verteidigung, schnellen Händen und konsequentem Umschaltspiel starteten die AstroLadies mit einem 16:0-Lauf in die Partie. New Basket hatte große Probleme, den Ball überhaupt kontrolliert in die Bochumer Hälfte zu bringen. Immer wieder erzwangen die Gastgeberinnen Ballverluste, insgesamt standen am Ende 18 Steals und 27 Turnover der Gäste auf dem Statistikbogen. Cecelia Collins war früh im Rhythmus, phasenweise nicht zu stoppen und erzielte allein im 16:0-Lauf zu Beginn neun Punkte. Nach dem ersten Viertel führte Bochum bereits komfortabel mit 23:10.
Defensivdruck und Dominanz in der Zone
Auch im zweiten Abschnitt blieb das Bild eindeutig. Bochum erhöhte den Druck nochmals, zwang Oberhausen zu schwierigen Würfen und dominierte unter den Körben. Mit einem 28:8-Viertel zogen die AstroLadies bis zur Halbzeit auf 51:18 davon. Besonders auffällig war die Präsenz in der Zone: 56 Punkte in the Paint und 25 Second-Chance-Punkte unterstreichen die körperliche Überlegenheit. Faith Dut arbeitete intensiv unter dem Korb, während Collins weiterhin kaum zu stoppen war. Bereits zur Halbzeit hatte Collins 19 Punkte und 12 Rebounds aufgelegt – Werte, die oft einem kompletten Spiel entsprechen.
Breite Rotation und Ausbau der Führung bis zum Schluss
Im dritten Viertel (14:12) nahm die Konzentration in der Offensive etwas ab, ohne dass die Kontrolle verloren ging. Der deutlichen Vorsprung wurde genutzt, um die Rotation breiter zu gestalten. Rookie Lena Bjeltschik entlastete Dut auf der Centerposition, sammelte wichtige Rebounds und traf ihren ersten Dreier in der 2. DBBL. Auch Jule Groll brachte von der Bank Energie, sammelte Steals, verteilte Assists und traf ebenfalls von außen. Marija Ilic zog mehrfach mit starken Drives zum Korb und holte wichtige Fouls heraus. Ramona Tews verwandelte einen frühen Dreier und sorgte mit druckvoller Defense für wichtige Ballgewinne. Insgesamt verteilten sich die Akzente auf viele Schultern – ein Zeichen der derzeitigen mannschaftlichen Geschlossenheit. Im Schlussviertel (21:5) schraubte Bochum das Ergebnis weiter in die Höhe und erreichte mit dem 86:35 zugleich die höchste Führung des Spiels (+51).
Individuelle Leistungen und statistische Dominanz
Topscorerin war erneut Cecelia Collins mit 23 Punkten, 15 Rebounds, 4 Assists, 5 Steals und 2 Blocks. Faith Dut steuerte 16 Punkte, 8 Rebounds und 2 Blocks bei und stellte gemeinsam mit ihren Mitspielerinnen Oberhausens Center Maja Manten weitgehend kalt – trotz 18 Rebounds kam sie lediglich auf 4 Punkte und nicht einmal an die Freiwurflinie. Für Oberhausen war Jarla Müller mit 10 Punkten Topscorerin. Den einzigen Dreier der Gäste verwandelte Lisa Spießbach. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 54:50 Rebounds, 17:6 Assists, 18:3 Steals, 8:27 Turnover, 32/81 Field Goals gegenüber 12/63.
Fazit und Ausblick
Die AstroLadies präsentierten sich im Vergleich zur 61:68-Niederlage im Hinspiel im Dezember deutlich gereift, selbstbewusst und defensiv enorm aufmerksam. Der Derbysieg war auch in dieser Höhe verdient. Mit nun neun Siegen in Folge festigt Bochum Tabellenplatz vier, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Bei einem Spiel weniger bleiben die BlackBulls Osnabrück auf Rang drei in Reichweite. Weiter geht es am Sonntag, 8. März, um 16 Uhr beim Tabellenschlusslicht Hürther BC. Dort können die AstroLadies ihre Serie auf zehn Siege ausbauen.
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Text: Marco Baron | MCB Sport
Foto: Dominik Voh

