AstroLadies reagieren mit deutlichem Heimsieg gegen Chemnitz
Bochum schlägt die ersatzgeschwächten ChemCats mit 78:55 und feiert den vierten Sieg im fünften Ligaspiel
Die VfL VIACTIV-AstroLadies Bochum haben die passende Antwort auf ihre erste Saisonniederlage gegeben. Sechs Tage nach dem 69:79 im Topspiel in Göttingen setzte sich Bochum am Halloween-Samstag in der Rundsporthalle mit 78:55 gegen die ChemCats Chemnitz durch. Die AstroLadies führten vom ersten Korb an und entschieden am Ende alle vier Viertel für sich.
Die Voraussetzungen beider Teams waren dabei unterschiedlich. Während Bochum nahezu aus dem Vollen schöpfen konnte und lediglich Julia Martin, die bald ihr Comeback nach langer Verletzung geben könnte, sowie Ramona Tews, die sich weiterhin im Aufbau befindet, fehlten, reiste Chemnitz lediglich mit sieben Spielerinnen an.
AstroLadies geben früh die Richtung vor
Bochum war vom Start weg präsent. Cheyenne Rowe erzielte nach zwölf Sekunden die ersten Punkte der Partie, Delia Moore legte wenig später einen Dreier zum 5:0 nach. Die AstroLadies übernahmen damit früh die Kontrolle und sollten während der gesamten Partie nicht mehr in Rückstand geraten.
Ganz abschütteln ließ sich Chemnitz zunächst allerdings nicht. Angeführt von Caitlin Kobiske verkürzten die Gäste im ersten Viertel noch einmal auf 15:12. Bochum reagierte jedoch unmittelbar und setzte sich bis zur ersten Pause wieder auf 24:15 ab. Auch im zweiten Viertel behielten die AstroLadies das Spiel im Griff und gingen mit einer 38:26-Führung in die Halbzeit.
13:0-Lauf bringt die Entscheidung
Die spielentscheidende Phase folgte nach dem Seitenwechsel. Chemnitz hatte den Rückstand zunächst noch einmal auf zwölf Punkte verkürzt, ehe Bochum das Tempo deutlich erhöhte.
Cheyenne Rowe, Laura Knaup, Lisa Kullik und Kaja Scheller sorgten für einen 13:0-Lauf. Fast fünf Minuten lang blieben die ChemCats ohne eigenen Punkt, aus dem 41:29 wurde ein 54:29. Spätestens jetzt war die Partie klar auf die Seite der AstroLadies gekippt.
Mit einem 60:39 ging Bochum in das Schlussviertel und ließ dort nichts mehr anbrennen. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich sogar auf 27 Punkte an, als Lotta Morsbach per Dreier zum 75:48 traf. Am Ende stand ein souveräner 78:55-Heimsieg.
Ballbewegung und breite Punkteverteilung
Auch die Teamstatistiken unterstreichen den kontrollierten Bochumer Auftritt. Die AstroLadies verbuchten 22 Assists gegenüber neun auf Chemnitzer Seite und leisteten sich lediglich acht Ballverluste. Die ChemCats kamen auf 19 Turnover. Auch das Reboundduell ging mit 42:35 an Bochum.
Offensiv verteilte sich die Verantwortung auf viele Schultern. Delia Moore war mit 13 Punkten beste Bochumer Werferin und steuerte außerdem 4 Rebounds, 4 Assists und 4 Steals bei. Laura Knaup erzielte 12 Punkte, Kaja Scheller 11. Cheyenne Rowe kam auf 8 Punkte und 10 Rebounds, Lisa Kullik auf 7 Punkte, 6 Rebounds und 4 Assists.
Auf Chemnitzer Seite war Caitlin Kobiske die prägende Spielerin. Sie erzielte 25 Punkte und holte 8 Rebounds. Emilie Matern kam auf 12 Zähler. Zusammen erzielten beide 37 der 55 Chemnitzer Punkte.
Nächstes Topspiel in Osnabrück
Mit einer Bilanz von 4:1 wartet auf die AstroLadies nun die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Am Sonntag, 8. November, treten sie um 16 Uhr beim BBC Osnabrück an. Auch Osnabrück steht bei vier Siegen und einer Niederlage. Damit kommt es zum direkten Duell zweier Teams aus der Spitzengruppe der 2. DBBL Nord.
Der Spielbericht wird präsentiert von unserem Partner BOB Automotive.

Text: Marco Baron | MCB Sport
Foto: Heli B.

